Innere Vorgänge

Es kann sehr hilfreich sein, sich Gedanken und Gefühle, die man im Laufe des Tages hat, niederzuschreiben. Mache dir deine Muster klar und sieh - schwarz auf weiß - welche Energien deinen Tag und dein Leben bestimmen.

Diese Übung steht in Zusammenhang mit folgendem Blogeintrag: Vom Beobachten und dem Bewusstsein

 

Wie oft denkst du sorgenvoll an deine Probleme oder an die Probleme einer nahestehenden Person?

 

Wie oft fallen dir alte Geschichten ein, die dich belastet haben und wie oft denkst du sorgenvoll an die Zukunft? Fragst dich, wie es weitergehen soll und hast Angst, vor dem, was werden könnte?

 

Wie oft hoffst du, dass Menschen oder Dinge sich verändern? Und stößt du dann darunter auf deine Angst, deine Hilflosigkeit, auf die Angst zu leiden und auch auf die Angst Verantwortung zu übernehmen für das, was gerade ist?

 

Notiere dir deine Negativität. Wie oft denkst du - auch ohne Anlass, nur aus der Erinnerung heraus - negativ über einen Menschen. Dieser Mensch muss nicht einmal anwesend sein und vielleicht erfindest du gerade eine Geschichte über euch, nur, um den anderen herabzusetzen.

 

Wie oft verurteilst du Personen und Dinge, die dir begegnen. Wie oft denkst du über Kleinigkeiten abwertend?

 

Sprichst du über andere Menschen und / oder machst du dich wichtig?

 

Wie oft nerven dich andere Menschen in Alltagssituationen (Geschäft, öffentliche Verkehrsmittel, Straße, …)

 

Ganz generell: Wie oft denkst du negativ über andere Personen, die du kennst oder auch nicht kennst? Wie oft erhebst du dich über andere Personen und sei dabei ganz genau, denn eine Selbsterhebung geht sehr schnell, sehr einfach und tarnt sich meist gut.

 

Und hörst / liest du Nachrichten und siehst Filme / Serien und denkst dann schlecht über Menschen oder erfundene Figuren? Wie oft beschäftigst du dich mit fremden Menschen aus den Nachrichten und / oder erfundenen Figuren?

 

Und wie oft denkst du negativ über dich selbst?

 

Es gibt sicher noch viele Gedanken und Gefühle, die dir tagtäglich widerfahren: Angst, Kummer, Sorge.

 

Daher ist es wichtig, dir auch zu notieren, wie oft du schöne, freudige und bejahende Gedanken und Gefühle hast. Wie oft du liebend an andere denkst, dich mit ihnen (aufrichtig) freust, wie oft du anderen etwas vergönnst, was du selber nicht hast. Wie sehr du dich einfach an anderen Lebensformen erfreuen kannst, selbst, wenn du mit ihnen nicht in Kontakt stehst.

 

Wie oft bist du dankbar für dein Leben UND für die Situation in der du dich befindest, weil sie dir schlussendlich mehr Bewusstsein bringt? Wie oft bist du mitfühlend, helfend und großzügig?

 

Die Liste oben soll dir nur eine Anregung sein. Schreibe deine Liste, aber sei ehrlich und beschönige nichts. Versuche dich selbst zu beobachten. Es geht nicht darum, dich zu kritisieren oder zu erschrecken, wie negativ du noch denkst und fühlst. Es geht nur darum, mehr Bewusstsein zu dir zu erlangen!

 

Ich weiß, es ist schwer, sich die Gedanken und Gefühle zu notieren, vor allem, da man sie gleich wieder vergisst. Das kann schon eine Aufgabe sein, aber wenn du dich auf sie einlässt, kann sie dir viel Nutzen bringen. Zumindest - auch ohne Notizen - solltest du dir darüber im Klaren werden, wie oft du was denkst. Welches Gedankengut in dir vorherrscht.

 

Viel Freude bei der Selbst-Beobachtung und dem Entfalten eines gesteigerten Bewusstseins!